Dienstag, 20. Februar 2018

[Rezension] "Wie Wölfe im Winter" von Tyrell Johnson

"Wie Wölfe im Winter" von Tyrell Johnson, Dystopie
Copyright: Tyrell Johnson
Irgendwann in der Zukunft: Die Menschheit hat sich nach verheerenden Kriegen und einer tödlichen Grippewelle stark dezimiert. Zu den wenigen Überlebenden gehören die 23-jährige Lynn und ihre Familie, die sich in den eisigen Wäldern Kanadas ein neues Zuhause geschaffen haben. Sie leben in kleinen Blockhütten, gehen auf die Jagd und bauen Gemüse an - ein hartes, aber unabhängiges, selbstbestimmtes Dasein. Als der mysteriöse Jax auftaucht, gerät die Familie in die Schusslinie von Immunity, eine Organisation, die mit skrupellosen Mitteln gegen den Grippevirus kämpft.

Von allen apokalyptischen Überlebensszenarien, die mir bisher in Buchform begegnet sind, gehört „Wie Wölfe im Winter“ von Tyrell Johnson zu den schwächeren. So sehr ich die stille, winterliche Kulisse und die grundsätzliche Idee mögen wollte, so rasant hat meine Begeisterung nachgelassen. Abgesehen von kleinen sprachlichen Kuriositäten ("Meine Muskeln labten sich an der plötzlichen Bewegungslosigkeit wie ein ausgetrockneter Mund an einem Smoothie."), war das größtes Manko für mich die totale Vorhersehbarkeit der Geschichte.
Die Hintergründe der tödlichen Grippe und die Rolle von Lynns Familie sind so offensichtlich, dass sie einem ins Gesicht springen, werden aber bis fast zum Schluss fortwährend geheimniskrämerisch "angedeutet".

Samstag, 17. Februar 2018

[Rezension] "Young Elites - Die Herrschaft der Weißen Wölfin" von Marie Lu

"Young Elites - Die Herrschaft der Weißen Wölfin" von Marie Lu, Jugendbuch
Copyright: Loewe
Es gibt eine Reihe, bei der sich eben nicht alle einig sind. Und das ist gut so! Denn für mich persönlich war die „Young Elites“-Reihe eine lang ersehnte und erfrischende Abwechslung zu den üblichen Jugendbuchreihen, die in stereotyper Form den Buchmarkt überschwemmen und mich gekonnt langweilen. Abwechslung bietet in dieser Reihe die überaus interessante und facettenreiche literarische Hauptfigur Adelina. Die komplexe Antiheldin ist alles andere als die klassische klischeehafte Protagonistin. Schon ihr Äußeres, welches durch das Blutfieber gezeichnet wurde, grenzt sie deutlich zu den üblichen Charakteren dieses Genres ab. Wankelmütig und hin- und hergerissen zwischen der Dunkelheit - die ihre besondere Gabe entfacht - und ihrer Liebe, beherrscht Adelina die Kunst mit ihrem Wesen den Leser auf besondere Weise zu unterhalten. Wenn ihr Adelina bis jetzt noch nicht kennenlernen durftet, solltet ihr hier nicht weiterlesen (Spoiler-Gefahr!) und euch meine Rezension zu Band eins anschauen.

Donnerstag, 15. Februar 2018

[Rezension] "Das kleine Walhorn" von Jessie Sima

"Das kleine Walhorn" von Jessie Sima, Bilderbuch, Kinderbuch
Copyright: Loewe 
Ich muss ehrlich gestehen, dass ich Einhörner nicht mehr sehen kann. Seit diesem Einhorn-Konsumterror vom Kuscheltier bis hin zum glitzernden Toilettenpapier, reagiere ich etwas allergisch, wenn mir ein Einhorn - in welcher Vermarktungsform auch immer - begegnet. 
Auch die Buchwelt hat dieses Wesen mittlerweile für sich einnehmen können und überall sprießen die Hörner. Erst neulich las ich etwas über ein Einschwein. Ja, ihr lest richtig: ein Schwein mit einem Horn. Als ich vor wenigen Tagen überraschend Post vom Loewe Verlag bekam und ich freudig erregt den Umschlag öffnete, fiel mir ein Kinderbuch entgegen. Auf dem Cover ein Einhorn. Jedoch handelte es sich nicht um ein altbekanntes Einhorn. Dieses trug eine gläserne Glocke über seinem Kopf, aus der lediglich das Horn ragte. Das Einhorn befindet sich in einem Unterwasserszenario und neben ihm schwammen Fische. Trotz meiner Abneigung bezüglich der Einhörner freute ich mich über diese Überraschung, denn das Cover ist wirklich hinreißend, wenn auch mit Glitzer gestaltet. Aber ein bisschen Glitzer schadet nicht, besonders in Kinderbüchern. Auch der Titel „Das kleine Walhorn“ machte mich neugierig, weil er viele Fragen hinterließ.

Montag, 12. Februar 2018

[Aktion] "Mr Griswolds Bücherjagd - Das Spiel beginnt" von Jennifer Chambliss Bertman

 Mr Griswolds Bücherjagd - Das Spiel beginnt, Kinderbuch
Copyright Cover: Mixtvision
Heute haben wir gleich mehrere brandheiße Tipps für euch, wie ihr an neuen Buchstoff kommen könnt. Trotz des miserablen Wetters haben wir uns auf den Weg gemacht und ein paar Bücher für euch versteckt. Aber nicht nur wir, denn diese Bücherjagd ist eine Aktion, die von Lovelybooks und Mixtvision zusammen mit vielen Bloggern ins Leben gerufen wurde, um den Erscheinungstermin eines ganz besonderen Buches zu feiern. In zahlreichen Städten Deutschlands, aber auch in der Schweiz und Österreich wurden Exemplare des internationalen Bestsellers "Mr Griswolds Bücherjagd - Das Spiel beginnt" von Jennifer Chambliss Bertman für euch versteckt. Alle Verstecke und Infos zu dem Buch findet ihr auf der Aktionsseite von Lovelybooks. Auf die Bücher, fertig, los!

Wenn ihr zufällig in der Nähe von Lübeck oder Ratzeburg oder Heidelberg wohnt, solltet ihr jetzt etwas genauer nachlesen. Denn wir haben uns heute auf den Weg gemacht und 3 Exemplare dieses Kinderbuches für euch versteckt.

Freitag, 9. Februar 2018

[Rezension] "Eine Insel zwischen Himmel und Meer" von Lauren Wolk

"Eine Insel zwischen Himmel und Meer" von  Lauren Wolk
Copyright:dtv
Crow ist 12 Jahre und in einem Alter, in dem man anfängt, über die Welt und sich selbst nachzudenken. Crow hat dazu aber auch allen Grund. Als Baby hat man sie in einem Holzboot ausgesetzt…. und sie hatte Glück, dass sie von dem Einsiedler Osh gefunden wurde, der Crow ihren Namen gab und seither ein Vaterersatz für sie ist. Die beiden sind ein eingeschworenes Team, das sich in der rauen Natur einer Insel ein Refugium geschaffen hat, zu dem sonst nur noch die nette Nachbarin Miss Maggie gehört. Und eigentlich ist Crow zufrieden. Aber naja, sie ist nunmal 12 und hat Fragen. Sie möchte wissen, woher sie kommt, wer ihre Eltern sind und warum viele Inselbewohner so abweisend zu ihr sind. 

„Eine Insel zwischen Himmel und Meer“ landete von der Programmvorschau direkt auf meinem Wunschzettel, weil mir im letzten Jahr "Das Jahr, in dem ich lügen lernte" von der Autorin so gut gefallen hat. Es ist eigentlich ein Kinderbuch, aber Lauren Wolk sagt selbst, sie habe während des Schreibens keine konkrete Zielgruppe vor Augen. Und so ist es im Grunde ein Buch für jeden, der zauberhafte, kleine Geschichten mag und Freude an guter Sprache hat.